Wenn der Rosenduft schwindet, ist die Zeit für eine andere Form des kleinen Glücks gekommen: Herbstlaub. Die Bäume färben sich bunt, werden gelb, rot oder braun und zeigen noch einmal eine herrliche Farbenpracht, ehe sie die Blätter von sich werfen und sich in den Winterschlaf begeben. Selbst wenn das Laub bereits am Boden liegt, hat es noch seinen Reiz. Sind die Blätter trocken, knistern sie so schön, wenn man hindurchläuft. Den Höhepunkt ihrer Schönheit erreichen sie aber, wenn ein kräftiger Herbstwind sie durch die Luft wirbelt. Das ist beinahe wie ein Tanz. Die Blätter drehen sich im Kreis, schwirren wild durcheinander und segeln schließlich wieder auf die Erde.

Nur wenn es nass ist, kann Laub so seine Tücken haben, dann wird es rutschig, und man muss aufpassen, es nicht den Blättern gleich zu tun und zu Boden zu gehen – nur weitaus weniger elegant. Nicht, dass mir das schon passiert wäre. Okay, doch, aber nicht sehr oft und wenn dann eher zu Beginn des Winters, wenn die Feuchte der Blätter in den kalten Nächten gefriert. Dann ist die schönste Zeit des Herbstes bereits vorbei und ich stimme mich langsam auf den Winter ein.

Noch ist es aber lange nicht so weit. Der Herbst hat gerade erst angefangen und zeigt sich von seiner schönsten Seite. Warme Tage mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wechseln mit Regentagen, die perfekt sind, um es sich mit einer Tasse Tee und einem guten Buch gemütlich zu machen. Wenn dann wieder die Sonne durch die Wolken bricht, freue ich mich, nach draußen zu gehen und die Schönheit des Herbstlaubs zu bewundern.

Manchmal habe ich dabei den Refrain von „It’s The Most Wunderful Time Of The Year“ im Kopf. Der Song bezieht sich eigentlich auf die Weihnachtszeit, aber das ist mir egal, für mich passt er zum Herbst und in meinem Kopf kann ich sowieso singen, was ich will.

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