Wenn ich mich an meinen Vater erinnere, denke ich besonders gerne daran, wie er Gutenachtgeschichten für mich erfunden hat, als ich noch ein kleines Mädchen war. Am liebsten mochte ich die vom kleinen grünen Grashüpfer, der in einen Farbeimer gesprungen ist, daher hat er sie mir immer und immer wieder erzählt. Es gab aber auch unzählige andere Geschichten, die leider in Vergessenheit geraten sind. Aufgeschrieben hat er sie nie, dafür war er nicht der Typ, aber er konnte wunderbar fabulieren. Egal welche Vorgaben ich ihm gemacht habe, er hat es immer geschafft, sich etwas dazu auszudenken.

Mein Vater hat mir gezeigt, was mit ein wenig Fantasie möglich ist. Auch wenn er selbst nie geschrieben hat, liegen die Wurzeln meines Schreibens bei ihm, in seiner Freude daran, Geschichten entstehen zu lassen. Zumindest diesen Teil von ihm kann ich weiterleben lassen, wenn ich meine Geschichten mit anderen Menschen teile. Nicht nur, aber auch deshalb habe ich mich entschieden, wieder eine eigene Website zu gestalten und mit Inhalten zu füllen.

Willkommen zurück, liebe Kreativität

In den letzten Jahren ist die Rolle des Schreibens in meinem Leben immer kleiner geworden. Die Realität hat mich zu sehr beansprucht, als dass ich noch viel Zeit und Energie gehabt hätte, um mich der Welt des Geschichtenerzählens zu widmen. Jetzt bin ich aber wieder so weit, dem geschriebenen Wort mehr Raum zu geben. Auf meinem Computer warten schon die ersten fertigen Texte darauf, ihren Weg auf meine Website zu finden, und ich habe jede Menge Ideen.


Vom Gedanken daran, einen Roman zu schreiben, bin ich übrigens abgekommen. Ich habe es versucht, mehrere Male, aber es hat sich nie richtig angefühlt. Das ist in Ordnung, denn es gibt unzählige Formen des Schreibens, es muss nicht jeder ein Romancier sein. Ich habe am meisten Freude daran, kurze Texte zu verfassen und sie im Internet mit anderen zu teilen. Früher oder später kehre ich immer wieder an diesen Punkt zurück, ganz gleich, worin ich mich sonst versuche. Da ich die Vorgängerseite gelöscht habe – und zu diesem Zeitpunkt war das auch richtig so – fange ich hier noch einmal ganz von vorne an. Es wird keine Wiederveröffentlichung früherer Texte geben, diese gehörten in einen anderen Lebensabschnitt, und ich möchte nach vorne schauen, in allen Bereichen.

Wohin soll die Reise auf dem Pfad der Worte gehen?

So genau weiß ich das selbst noch nicht, denn ich befinde mich nach wie vor in einer Phase des Wandels. Im Grunde wird das immer so sein, weil das Leben niemals still steht, egal wie ruhig es gerade erscheinen mag. Ich möchte mich nicht von vornherein auf eine Richtung festlegen, sondern mich ausprobieren und meiner Fantasie freien Lauf lassen, egal in welche Richtung sie gerade springen will. Die Blogrubrik „Fiktive Geschichten“ ist eine Art Spielplatz für mich, auf dem ich mich austoben kann.


Ein paar Dinge stehen jedoch fest: Neben Einzelgeschichten soll es auch Sammlungen geben, deren Texte durch ein bestimmtes Element miteinander verbunden sind. Das kann ein Schauplatz sein, ein Thema, ein Ereignis oder etwas ganz anderes, vieles ist denkbar und möglich. Mir schweben Anthologien vor, deren Teile jeweils für sich alleine gelesen werden können, aber trotzdem zusammengehören.


Ansonsten lasse ich mich überraschen, wohin mich meine Kreativität führen wird. Vielleicht begleitet ihr mich ja ein Stück auf diesem Weg, das wäre schön.

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